Autor/inMichael Oberdorfer

Friendly reminder: Betreuungsurlaub per 1. Juli 2021

Im Herbst 2020 hat der Bun­des­rat be­schlos­sen, dass das Bun­des­ge­setz über die Ver­bes­se­rung der Ver­ein­bar­keit von Er­werbs­tä­tig­keit und An­ge­hö­ri­gen­be­treu­ung in zwei Etap­pen in Kraft ge­setzt wird. In der ers­ten Etap­pe wur­den per 1. Ja­nu­ar 2021 un­ter an­de­rem die Lohn­fort­zah­lung bei kur­zen Ar­beits­ab­we­sen­hei­ten und der be­sol­de­te Va­ter­schafts­ur­laub ge­re­gelt. In der zwei­ten Etap­pe wird nun per 1. Ju­li 2021 der be­zahl­te 14-wö­chi­ge Ur­laub für die Be­treu­ung von schwer kran­ken oder ver­un­fall­ten Kin­dern in Kraft ge­setzt, wel­cher rein vom Um­fang her ei­ne deut­lich grös­se­re Ent­las­tung für die Mit­ar­bei­ten­den aber auch ei­ne deut­lich grös­se­re Her­aus­for­de­rung für die be­trof­fe­nen Ar­beit­ge­be­rin­nen dar­stellt. Im ers­ten Bei­trag die­ses Jahr ha­ben wir be­reits auf den Be­treu­ungs­ur­laub hin­ge­wie­sen. Hier folgt nun un­ser friend­ly re­min­der recht­zei­tig vor Inkrafttreten.

(mehr …)

Sind Behördenmitglieder normale Angestellte?

Be­reits im ers­ten Teil un­se­rer Be­hör­den­se­rie ha­ben wir fest­ge­stellt, dass es fun­da­men­ta­le Un­ter­schie­de zwi­schen dem Rechts­ver­hält­nis ei­nes Be­hör­den­mit­glieds zur Ge­mein­de ei­ner­seits und zwi­schen dem Rechts­ver­hält­nis des Ge­mein­de­per­so­nals zur Ge­mein­de an­der­seits gibt. Im zwei­ten Teil soll die­ses Ver­hält­nis zwi­schen Be­hör­den­mit­glied und Ge­mein­de nä­her be­leuch­tet und ins­be­son­de­re die Fra­ge be­ant­wor­tet wer­den, ob das kom­mu­na­le bzw. kan­to­na­le Per­so­nal­recht je­weils an­wend­bar ist, sprich, ob die Glei­chung «Be­hör­den­mit­glied = Ge­mein­de­per­so­nal» trotz der fest­ge­stell­ten Un­ter­schie­de stimmt.

(mehr …)

Ist eine Impfpflicht denkbar?

Be­reits En­de letz­ten Jah­res wur­den in den ers­ten Kan­to­nen Imp­fun­gen ge­gen Co­vid-19 durch­ge­führt. Die Imp­fung soll im Jahr 2021 da­zu füh­ren, dass man die Si­tua­ti­on rund um Co­vid-19 in den Griff kriegt und auch das (Ar­beits-) Le­ben wie­der in ge­ord­ne­ten Bah­nen ver­lau­fen kann. Um ei­ne Her­denim­mu­ni­tät ge­gen Co­vid-19 zu er­rei­chen, müss­ten al­ler­dings rund 60 Pro­zent der Be­völ­ke­rung ge­impft wer­den. Da Ar­beit­ge­be­rin­nen ein gros­ses In­ter­es­se dar­an ha­ben dürf­ten, dass sich ih­re Mit­ar­bei­ten­den imp­fen las­sen, stellt sich die Fra­ge, ob es im Ar­beits­ver­hält­nis mög­lich ist, ei­ne Impf­pflicht durchzusetzen.

(mehr …)

Corona-Massnahmen und Folgen bei Verweigerung

Die Si­tua­ti­on in der Schweiz rund um Co­ro­na ist an­ge­spannt. In Be­zug auf das Ar­beits­ver­hält­nis ver­su­chen der Bund und die Ar­beit­ge­be­rin­nen al­les da­für zu tun, dass der Be­trieb auf­recht­erhal­ten wer­den kann und Mit­ar­bei­ten­de und Kun­din­nen op­ti­mal ge­schützt sind. Dies be­deu­tet auch, dass Mass­nah­men kon­se­quent um­ge­setzt wer­den, und wer sich den Mass­nah­men be­zie­hungs­wei­se Dienst­an­wei­sun­gen wi­der­setzt, mit ent­spre­chen­den Kon­se­quen­zen rech­nen muss. So wur­de in der Stadt Zü­rich das Ar­beits­ver­hält­nis mit ei­ner Lehr­per­son, die sich ge­wei­gert hat­te, ei­ne Mas­ke an­zu­zie­hen, frist­los ge­kün­digt und im Kan­ton Nid­wal­den wur­de mit ei­ner Lehr­per­son, wel­che sich eben­falls ge­wei­gert hat­te, ei­ne Mas­ke an­zu­zie­hen, im ge­gen­sei­ti­gen Ein­ver­neh­men ei­ne Frei­stel­lung ver­ein­bart. Wel­ches sind die Pflich­ten der Mit­ar­bei­ten­den und wel­che Mög­lich­kei­ten ste­hen der Ar­beit­ge­be­rin zur Ver­fü­gung, wenn sich ein­zel­ne Mit­ar­bei­ten­de nicht an die Vor­ga­ben halten?

(mehr …)

Wenn Corona auf Grippewelle und Herbstferien trifft — was gilt aktuell?

Der Herbst be­ginnt, Co­ro­na bleibt. Grip­pe­wel­le und Herbst­fe­ri­en ste­hen vor der Tür. Nach­dem sich die Si­tua­ti­on im spä­ten Früh­ling et­was be­ru­higt bzw. ein­ge­pen­delt hat­te, stel­len sich wie­der neue Fra­gen, seit die Mit­ar­bei­ten­den aus dem Home-Of­fice zu­rück­keh­ren. Iso­la­ti­on und Qua­ran­tä­ne sind noch im­mer schwer zu fas­sen­de Be­grif­fe und auch was denn nun für be­son­ders ge­fähr­de­te Per­so­nen gilt, ist häu­fig nicht klar. Mit den be­vor­ste­hen­den Herbst­fe­ri­en und ei­ner ers­ten wahr­schein­li­chen Grip­pe­wel­le im Spät­herbst wird es noch un­über­sicht­li­cher. Die­ser Bei­trag soll Ab­hil­fe schaffen.

(mehr …)

Unberechtigter Abbruch der Bewährungsfrist führt zu missbräuchlicher Kündigung

Der Früh­ling stand bis­her ganz im Zei­chen des Co­ro­na­vi­rus. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich hat­te sich aber auch mit an­de­ren The­men zu be­fas­sen und hat am 9. April im Zu­sam­men­hang mit ei­ner miss­bräuch­li­chen Kün­di­gung ei­nen in­ter­es­san­ten Ent­scheid ge­fällt, bei dem die Ar­beit­ge­be­rin wohl die Bei­trä­ge auf dem Per­so­nal­rechts­blog zu den The­men Be­wäh­rungs­frist im öf­fent­li­chen Ar­beits­ver­hält­nis und Ver­meid­ba­re Feh­ler bei Kün­di­gun­gen im öf­fent­li­chen Per­so­nal­recht nicht ge­le­sen und ih­rem An­ge­stell­ten die Be­wäh­rungs­frist un­be­rech­tig­ter­wei­se ge­kürzt und das recht­li­che Ge­hör nur pro for­ma ge­währt hatte.

(mehr …)

Fristlose Kündigung wegen Unterschriftenfälschung

Die Hür­den für ei­ne frist­lo­se Kün­di­gung durch die Ar­beit­ge­be­rin sind be­kannt­lich hoch. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich hat die­se in ei­nem ak­tu­el­len Fall, in dem der Ar­beit­neh­mer zu­ge­ge­ben hat­te, die Zweit­un­ter­schrift auf dem Spe­sen­for­mu­lar ge­fälscht zu ha­ben, als er­füllt er­ach­tet und die frist­lo­se Kün­di­gung ge­schützt (Ur­teil vom 11. De­zem­ber 2019, VB.2019.00504).

(mehr …)

Der ferienfähige Kranke

Mit den kür­zer wer­den­den Ta­gen wächst die Vor­freu­de auf die Fest­ta­ge und Win­ter­fe­ri­en. Gleich­zei­tig ist Win­ter­zeit auch Grip­pe- und Er­käl­tungs­zeit. So kann es durch­aus vor­kom­men, dass ei­ne fie­se Grip­pe die Fe­ri­en- bzw. Fei­er­tags­plä­ne durch­kreuzt. Recht­lich wirft das Zu­sam­men­fal­len von Krank­heit und Fe­ri­en Fra­gen auf, weil das ei­ne das an­de­re aus­schlies­sen kann, aber nicht muss.

(mehr …)

Wegen Schwangerschaft verweigerte Pensenerhöhung verletzt Gleichstellungsrecht

Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer dür­fen ge­mäss Art. 3 des Gleich­stel­lungs­ge­set­zes auf­grund ih­res Ge­schlechts we­der di­rekt noch in­di­rekt be­nach­tei­ligt wer­den. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich hat im Ent­scheid vom 3. Ju­li 2019 fest­ge­hal­ten, dass die Ver­wei­ge­rung ei­ner ge­plan­ten und be­reits ab­ge­mach­ten Er­hö­hung des Be­schäf­ti­gungs­grads, wel­che al­lei­ne mit der Schwan­ger­schaft be­grün­det wird, ei­ne di­rek­te Dis­kri­mi­nie­rung dar­stellt, wel­che be­sei­tigt wer­den muss.

(mehr …)

Wieviel Streik steckt im Frauenstreik?

In der Schweiz hat ein über­par­tei­li­ches Frau­en­netz­werk zum Frau­en­streik 2019 auf­ge­ru­fen. Der Streik­auf­ruf gilt nicht nur am Ar­beits­platz, son­dern auch zu Hau­se. In den Ma­ni­fes­ten wer­den ei­ner­seits all­ge­mei­ne, eher po­li­ti­sche For­de­run­gen ge­stellt (z.B. Ren­ten, wel­che ein Le­ben in Wür­de er­mög­li­chen, An­er­ken­nung und ge­rech­te Ver­tei­lung der Haus- und Sor­ge­ar­beit und Aus­bau von gu­ten öf­fent­li­chen Dienst­leis­tun­gen für die Be­treu­ung von al­ten und/oder hilfs­be­dürf­ti­gen Menschen). 

(mehr …)

Neueste Beiträge

Ältere Beiträge

Stichwörter