KategoriePrivates Arbeitsrecht

Der ferienfähige Kranke

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Mit den kür­zer wer­den­den Ta­gen wächst die Vor­freu­de auf die Fest­ta­ge und Win­ter­fe­ri­en. Gleich­zei­tig ist Win­ter­zeit auch Grip­pe- und Er­käl­tungs­zeit. So kann es durch­aus vor­kom­men, dass ei­ne fie­se Grip­pe die Fe­ri­en- bzw. Fei­er­tags­plä­ne durch­kreuzt. Recht­lich wirft das Zu­sam­men­fal­len von Krank­heit und Fe­ri­en Fra­gen auf, weil das ei­ne das an­de­re aus­schlies­sen kann, aber nicht muss.

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Wenn sich Arzt und Vertrauensarzt nicht einig sind

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An die Ar­beits­un­fä­hig­keit schlies­sen ver­schie­de­ne Rechts­fol­gen an. So ist der Lohn trotz feh­len­der Ar­beits­leis­tung ge­schul­det, ei­ne or­dent­li­che Kün­di­gung wäh­rend ei­ner be­stimm­ten Zeit­span­ne ist nach Ab­lauf der Pro­be­zeit nicht mög­lich und im ge­kün­dig­ten Ver­hält­nis ver­län­gert sich un­ter Um­stän­den die Kün­di­gungs­frist. Was aber, wenn der Ar­beit­ge­ber an der Ar­beits­un­fä­hig­keit zwei­felt, bei­spiels­wei­se, weil die­ser just im Zeit­punkt der Kün­di­gung krank wird? In wel­chen Fäl­len kann der Ar­beit­ge­ber den Ar­beit­neh­mer zu ei­nem Ver­trau­ens­arzt schi­cken und was be­deu­tet es, wenn der den Ar­beit­neh­mer be­han­deln­de Arzt und der Ver­trau­ens­arzt zu un­ter­schied­li­chen Er­geb­nis­sen kom­men?

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Wegen Schwangerschaft verweigerte Pensenerhöhung verletzt Gleichstellungsrecht

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Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer dür­fen ge­mäss Art. 3 des Gleich­stel­lungs­ge­set­zes auf­grund ih­res Ge­schlechts we­der di­rekt noch in­di­rekt be­nach­tei­ligt wer­den. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich hat im Ent­scheid vom 3. Ju­li 2019 fest­ge­hal­ten, dass die Ver­wei­ge­rung ei­ner ge­plan­ten und be­reits ab­ge­mach­ten Er­hö­hung des Be­schäf­ti­gungs­grads, wel­che al­lei­ne mit der Schwan­ger­schaft be­grün­det wird, ei­ne di­rek­te Dis­kri­mi­nie­rung dar­stellt, wel­che be­sei­tigt wer­den muss.

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Privater Lästerchat kein Grund für fristlose Kündigung

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Ein neue­res Ur­teil des Ober­ge­richts Zü­rich be­fasst sich mit ei­ner heik­len Fra­ge im Schnitt­be­reich Ar­beits­recht und Da­ten­schutz. Das Ober­ge­richt be­stä­tigt dar­in ein Ur­teil der Vor­in­stanz, wo­nach die Ver­wer­tung ei­ner pri­va­ten ehr­ver­let­zen­den Chat­kor­re­spon­denz auf dem Ge­schäfts­han­dy ei­ner Mit­ar­bei­te­rin zur Be­grün­dung ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung der­sel­ben un­zu­läs­sig ist.

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Homeoffice — Wann zahlt der Arbeitgeber an die Miete?

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Ho­me­of­fice ge­hört heu­te bei vie­len Ar­beit­neh­mern zum Ar­beits­all­tag. Oft­mals wird an ge­wis­sen Ta­gen zu Hau­se, an an­dern im Bü­ro ge­ar­bei­tet. Die­se ver­gleichs­wei­se neue Ar­beits­form führt zu zahl­rei­chen Rechts­fra­gen im Zu­sam­men­hang mit Ar­beits­ort, Ar­beits­zeit, Da­ten­si­cher­heit, Er­reich­bar­keit und Ent­schä­di­gung für die Nut­zung der In­fra­struk­tur. Das Bun­des­ge­richt hat sich nun in ei­nem Ent­scheid vom April 2019 zur um­strit­te­nen Fra­ge ge­äus­sert, ob sich ein Ar­beit­ge­ber an den Miet­kos­ten ei­nes Ar­beit­neh­mers, wel­cher sei­ne Ar­beit voll­stän­dig von zu Hau­se aus er­le­dig­te, be­tei­li­gen muss. Dies wur­de im Ent­scheid be­jaht.

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Update — Whistleblowergesetz droht der Absturz

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Im Bei­trag vom 3. März 2019 «Ge­set­zes­vor­la­ge zum Schutz von Whist­leb­lo­wern – ein schwie­ri­ges Un­ter­fan­gen» wur­de in die­sem Blog die Vor­la­ge des Bun­des­ra­tes zum Schutz von Whist­leb­lo­wern vor­ge­stellt. Da­bei wur­de auf ein­zel­ne Schwä­chen hin­ge­wie­sen, aber auch fest­ge­hal­ten, dass die Vor­la­ge die Rechts­si­cher­heit ver­bes­sert. Nun hat der Na­tio­nal­rat die Ge­set­zes­vor­la­ge haus­hoch ab­ge­lehnt. Soll­te der Stän­de­rat gleich ent­schei­den, wird die Vor­la­ge de­fi­ni­tiv ver­senkt, was ei­ne ver­ta­ne Chan­ce wä­re.

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Wieviel Streik steckt im Frauenstreik?

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In der Schweiz hat ein über­par­tei­li­ches Frau­en­netz­werk zum Frau­en­streik 2019 auf­ge­ru­fen. Der Streik­auf­ruf gilt nicht nur am Ar­beits­platz, son­dern auch zu Hau­se. In den Ma­ni­fes­ten wer­den ei­ner­seits all­ge­mei­ne, eher po­li­ti­sche For­de­run­gen ge­stellt (z.B. Ren­ten, wel­che ein Le­ben in Wür­de er­mög­li­chen, An­er­ken­nung und ge­rech­te Ver­tei­lung der Haus- und Sor­ge­ar­beit und Aus­bau von gu­ten öf­fent­li­chen Dienst­leis­tun­gen für die Be­treu­ung von al­ten und/oder hilfs­be­dürf­ti­gen Men­schen).

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Konflikt ums Arbeitszeugnis – Worüber es sich zu streiten lohnt

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Oft ge­ra­ten Ar­beit­neh­mer und Vor­ge­setz­te in De­tail­dis­kus­sio­nen über ein­zel­ne Wen­dun­gen in Ar­beits­zeug­nis­sen. Meist führt das nicht weit, weil die Dis­kus­si­on sich um Wahr­neh­mun­gen bei­der Sei­ten dreht und die­se na­tur­ge­mäss nun mal un­ter­schied­lich sind. Zu wis­sen, über wel­che As­pek­te sich ei­ne Dis­kus­si­on lohnt, und wel­ches ver­nünf­ti­ger­wei­se der In­halt die­ser Dis­kus­si­on ist, setzt Kennt­nis des Rechts­an­spruchs vor­aus und et­was Prag­ma­tis­mus bei der Her­an­ge­hens­wei­se.

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Beim Arbeitszeugnis zählen nicht nur die inneren Werte

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Als ob es nicht schon ge­nug schwie­rig wä­re, ei­nen Mit­ar­bei­ten­den zu be­ur­tei­len und ein wah­res und wohl­wol­len­des Ar­beits­zeug­nis zu schrei­ben, stel­len sich auch be­züg­lich der Form Her­aus­for­de­run­gen, die das Le­ben von Au­torin­nen von Ar­beits­zeug­nis­sen er­schwe­ren. Im vor­lie­gen­den Bei­trag wer­den des­halb vier häu­fi­ge Fra­gen be­ant­wor­tet, die sich im Hin­blick auf die Form von Ar­beits­zeug­nis­sen im­mer wie­der stel­len.

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Das schlechte Arbeitszeugnis

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Ei­ne be­son­de­re Her­aus­for­de­rung beim Ver­fas­sen von Ar­beits­zeug­nis­sen be­steht dann, wenn ein Ar­beit­neh­mer un­ge­nü­gen­de Leis­tun­gen oder ein un­be­frie­di­gen­des Ver­hal­ten an den Tag ge­legt hat. An­ders als teil­wei­se be­haup­tet, darf und muss ein Ar­beits­zeug­nis un­ter be­stimm­ten Um­stän­den Schwä­chen the­ma­ti­sie­ren. Der vor­lie­gen­de Bei­trag zeigt, wann dies der Fall ist und wel­che For­mu­lie­run­gen hilf­reich sind. 

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