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Corona-Massnahmen und Folgen bei Verweigerung

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Die Si­tua­ti­on in der Schweiz rund um Co­ro­na ist an­ge­spannt. In Be­zug auf das Ar­beits­ver­hält­nis ver­su­chen der Bund und die Ar­beit­ge­be­rin­nen al­les da­für zu tun, dass der Be­trieb auf­recht­erhal­ten wer­den kann und Mit­ar­bei­ten­de und Kun­din­nen op­ti­mal ge­schützt sind. Dies be­deu­tet auch, dass Mass­nah­men kon­se­quent um­ge­setzt wer­den, und wer sich den Mass­nah­men be­zie­hungs­wei­se Dienst­an­wei­sun­gen wi­der­setzt, mit ent­spre­chen­den Kon­se­quen­zen rech­nen muss. So wur­de in der Stadt Zü­rich das Ar­beits­ver­hält­nis mit ei­ner Lehr­per­son, die sich ge­wei­gert hat­te, ei­ne Mas­ke an­zu­zie­hen, frist­los ge­kün­digt und im Kan­ton Nid­wal­den wur­de mit ei­ner Lehr­per­son, wel­che sich eben­falls ge­wei­gert hat­te, ei­ne Mas­ke an­zu­zie­hen, im ge­gen­sei­ti­gen Ein­ver­neh­men ei­ne Frei­stel­lung ver­ein­bart. Wel­ches sind die Pflich­ten der Mit­ar­bei­ten­den und wel­che Mög­lich­kei­ten ste­hen der Ar­beit­ge­be­rin zur Ver­fü­gung, wenn sich ein­zel­ne Mit­ar­bei­ten­de nicht an die Vor­ga­ben halten?

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Kündigung ohne Bewährungsfrist – neuer Entscheid lässt Fragen offen

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Ein neue­rer Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts Zü­rich be­fasst sich mit den Vor­aus­set­zun­gen ei­ner zu­läs­si­gen Kün­di­gung ei­nes öf­fent­lich-recht­li­chen An­stel­lungs­ver­hält­nis­ses, oh­ne vor­he­ri­ge An­ord­nung ei­ner Be­wäh­rungs­frist. Der Ent­scheid ver­deut­licht den Aus­nah­me­cha­rak­ter der Kün­di­gung oh­ne Be­wäh­rungs­frist, zeigt aber auch deut­lich auf, dass und wo ein Spiel­raum für die öf­fent­lich-recht­li­che Ar­beit­ge­be­rin be­steht, auf das In­sti­tut der Be­wäh­rungs­frist zu ver­zich­ten. Die­se Mög­lich­kei­ten zur Aus­nah­me sind nicht zu­letzt auch für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer wichtig.

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Wenn Corona auf Grippewelle und Herbstferien trifft — was gilt aktuell?

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Der Herbst be­ginnt, Co­ro­na bleibt. Grip­pe­wel­le und Herbst­fe­ri­en ste­hen vor der Tür. Nach­dem sich die Si­tua­ti­on im spä­ten Früh­ling et­was be­ru­higt bzw. ein­ge­pen­delt hat­te, stel­len sich wie­der neue Fra­gen, seit die Mit­ar­bei­ten­den aus dem Home-Of­fice zu­rück­keh­ren. Iso­la­ti­on und Qua­ran­tä­ne sind noch im­mer schwer zu fas­sen­de Be­grif­fe und auch was denn nun für be­son­ders ge­fähr­de­te Per­so­nen gilt, ist häu­fig nicht klar. Mit den be­vor­ste­hen­den Herbst­fe­ri­en und ei­ner ers­ten wahr­schein­li­chen Grip­pe­wel­le im Spät­herbst wird es noch un­über­sicht­li­cher. Die­ser Bei­trag soll Ab­hil­fe schaffen.

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Zählt Umkleiden zur Arbeitszeit?

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Im Früh­ling 2019 wur­de die Fra­ge, ob die Zeit, wel­che Ar­beit­neh­men­de für das Um­zie­hen be­nö­ti­gen zur Ar­beits­zeit ge­hört, in den Me­di­en breit dis­ku­tiert. Den Stein ins Rol­len ge­bracht hat­te der Ver­band des Per­so­nals öf­fent­li­cher Diens­te (VPOD). Er lan­cier­te im Herbst 2018 die Kam­pa­gne «Um­klei­den ist Ar­beits­zeit» und for­der­te, dass die Um­klei­de­zeit als Ar­beits­zeit an­ge­rech­net wird. Für die Zu­kunft konn­ten mit ver­schie­de­nen Spi­tä­lern Lö­sun­gen ge­fun­den wer­den. Für die in der Ver­gan­gen­heit nicht auf die Ar­beits­zeit an­ge­rech­ne­te Um­klei­de­zeit wur­de die Aus­zah­lung ent­spre­chen­der Ver­gü­tun­gen ver­langt und in der Fol­ge auch ein­ge­klagt. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich hat am 24. Ju­ni 2020 ei­nen ers­ten Fall ent­schie­den. Es hat – wie be­reits der Be­zirks­rat zu­vor – die rück­wir­ken­de Ver­gü­tung abgelehnt.

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Rechtsmissbräuchliche Berufung auf Widerrechtlichkeit eines öffentlich-rechtlichen Arbeitsvertrags

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Der Sperr­fris­ten­schutz nach § 20 des Per­so­nal­ge­set­zes des Kan­tons Zü­rich in Ver­bin­dung mit Art. 336c OR fin­det bei Ent­las­sun­gen al­ters­hal­ber kei­ne An­wen­dung, wie das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich in ei­nem neu­en Ent­scheid mit über­zeu­gen­der Be­grün­dung fest­hält. Der Ent­scheid ist auch aus ei­nem an­de­ren Grund le­sens­wert; das Ver­wal­tungs­ge­richt kommt näm­lich zum Schluss, dass ei­nem Ar­beit­neh­mer die Be­ru­fung auf ei­nen wi­der­recht­li­chen Ar­beits­ver­trag nicht zu­steht, wenn die­ser jah­re­lang von den wi­der­recht­li­chen Be­din­gun­gen pro­fi­tiert hat.

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Unberechtigter Abbruch der Bewährungsfrist führt zu missbräuchlicher Kündigung

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Der Früh­ling stand bis­her ganz im Zei­chen des Co­ro­na­vi­rus. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich hat­te sich aber auch mit an­de­ren The­men zu be­fas­sen und hat am 9. April im Zu­sam­men­hang mit ei­ner miss­bräuch­li­chen Kün­di­gung ei­nen in­ter­es­san­ten Ent­scheid ge­fällt, bei dem die Ar­beit­ge­be­rin wohl die Bei­trä­ge auf dem Per­so­nal­rechts­blog zu den The­men Be­wäh­rungs­frist im öf­fent­li­chen Ar­beits­ver­hält­nis und Ver­meid­ba­re Feh­ler bei Kün­di­gun­gen im öf­fent­li­chen Per­so­nal­recht nicht ge­le­sen und ih­rem An­ge­stell­ten die Be­wäh­rungs­frist un­be­rech­tig­ter­wei­se ge­kürzt und das recht­li­che Ge­hör nur pro for­ma ge­währt hatte.

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Home-Office und Kinderbetreuung, Anspruch auf Entschädigung

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Das Co­ro­na­vi­rus (COVID-19) hat un­ser aber auch das Le­ben un­se­rer Kin­der auf den Kopf ge­stellt. Am 14. März 2020 hat der Bun­des­rat die Ein­stel­lung des Prä­senz­un­ter­richts an Schu­len an­ge­ord­net. Was für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler (zu­min­dest) auf den ers­ten Blick ver­lo­ckend schien, stell­te und stellt vie­le El­tern von schul­pflich­ti­gen Kin­dern aber auch Ar­beit­ge­ben­de vor gros­se Pro­ble­me. Was be­deu­tet es für das Ar­beits­ver­hält­nis, wenn El­tern auf­grund ih­rer Be­treu­ungs­pflich­ten nicht mehr zur Ar­beit vor Ort er­schei­nen kön­nen oder die be­tref­fen­de Tä­tig­keit zwar im Home-Of­fice er­le­digt wer­den kann, auf­grund der Be­reu­ungs- und Be­schu­lungs­pflich­ten aber nicht mehr im glei­chen Um­fang oder mit der glei­chen Ef­fi­zi­enz? Der Bun­des­rat hat die­se schwie­ri­ge Si­tua­ti­on er­kannt und die Ver­ord­nung über Mass­nah­men bei Er­werbs­aus­fall im Zu­sam­men­hang mit dem Co­ro­na­vi­rus (nach­fol­gend: CO­VID-19-Ver­ord­nung Er­werbs­aus­fall) er­las­sen. Die­se sieht ei­ne Ent­schä­di­gung für Per­so­nen vor, wel­che ih­re Er­werbs­tä­tig­keit in­fol­ge Aus­falls der Fremd­be­treu­ung der Kin­der un­ter­bre­chen müs­sen. Der nach­fol­gen­de Bei­trag be­leuch­tet die Fra­ge, ob bei Home-Of­fice ein Ent­schä­di­gungs­an­spruch besteht. 

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Kein Raum für Verdachtskündigungen

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Will ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che Ar­beit­ge­be­rin ein Ar­beits­ver­hält­nis auf­lö­sen, muss sie den Sach­ver­halt, auf wel­chen sie sich hier­bei stützt, un­ter­sucht ha­ben. Wel­che An­for­de­run­gen an das Vor­ge­hen der Ar­beit­ge­be­rin ge­stellt wer­den, hat das Ver­wal­tungs­ge­richt in ei­nem neu­en Ent­scheid an­schau­lich dar­ge­legt. (mehr …)

Fristlose Kündigung wegen Unterschriftenfälschung

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Die Hür­den für ei­ne frist­lo­se Kün­di­gung durch die Ar­beit­ge­be­rin sind be­kannt­lich hoch. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich hat die­se in ei­nem ak­tu­el­len Fall, in dem der Ar­beit­neh­mer zu­ge­ge­ben hat­te, die Zweit­un­ter­schrift auf dem Spe­sen­for­mu­lar ge­fälscht zu ha­ben, als er­füllt er­ach­tet und die frist­lo­se Kün­di­gung ge­schützt (Ur­teil vom 11. De­zem­ber 2019, VB.2019.00504).

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Der Entscheid «Ritzmann» und seine Bedeutung für die Praxis

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Der Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts Zü­rich VB.2019.00174 vom 14. No­vem­ber 2019 be­tref­fend die Auf­lö­sung des An­stel­lungs­ver­hält­nis­ses der Uni­ver­si­tät Zü­rich mit Iris Ritz­mann lässt auf­hor­chen. Das Ver­wal­tungs­ge­richt kommt dar­in zum Schluss, dass die von der UZH aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung als gänz­lich un­mo­ti­viert und will­kür­lich er­schei­ne, wes­halb die Kün­di­gung nich­tig sei. Hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich da­mit ei­ne neue Rechts­fol­ge für un­ge­recht­fer­tig­te Kün­di­gun­gen eingeführt?

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