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Fristlose Kündigung wegen Unterschriftenfälschung

F

Die Hür­den für ei­ne frist­lo­se Kün­di­gung durch die Ar­beit­ge­be­rin sind be­kannt­lich hoch. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich hat die­se in ei­nem ak­tu­el­len Fall, in dem der Ar­beit­neh­mer zu­ge­ge­ben hat­te, die Zweit­un­ter­schrift auf dem Spe­sen­for­mu­lar ge­fälscht zu ha­ben, als er­füllt er­ach­tet und die frist­lo­se Kün­di­gung ge­schützt (Ur­teil vom 11. De­zem­ber 2019, VB.2019.00504).

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Der Entscheid «Ritzmann» und seine Bedeutung für die Praxis

D

Der Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts Zü­rich VB.2019.00174 vom 14. No­vem­ber 2019 be­tref­fend die Auf­lö­sung des An­stel­lungs­ver­hält­nis­ses der Uni­ver­si­tät Zü­rich mit Iris Ritz­mann lässt auf­hor­chen. Das Ver­wal­tungs­ge­richt kommt dar­in zum Schluss, dass die von der UZH aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung als gänz­lich un­mo­ti­viert und will­kür­lich er­schei­ne, wes­halb die Kün­di­gung nich­tig sei. Hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich da­mit ei­ne neue Rechts­fol­ge für un­ge­recht­fer­tig­te Kün­di­gun­gen ein­ge­führt?

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Eine Schlechterfüllung von Nebenaufgaben rechtfertigt eine Kündigung unter Umständen nicht

E

Vor kur­zem hat sich das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich wie­der ein­mal ein­ge­hend mit der Kün­di­gung auf­grund man­geln­der Leis­tung oder un­be­frie­di­gen­den Ver­hal­tens be­fasst. Der Ent­scheid zeigt deut­lich, wie wich­tig die Do­ku­men­ta­ti­on der ge­rüg­ten Män­gel ist. Fer­ner kön­nen dem Ent­scheid die grund­le­gen­den Leit­li­ni­en für ei­ne Kün­di­gung auf­grund man­geln­der Leis­tun­gen oder un­be­frie­di­gen­den Ver­hal­tens ent­nom­men wer­den. Der Ent­scheid ver­an­schau­licht aber auch die Not­wen­dig­keit ei­ner In­ter­es­sen­ab­wä­gung im Ein­zel­fall.

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Der ferienfähige Kranke

D

Mit den kür­zer wer­den­den Ta­gen wächst die Vor­freu­de auf die Fest­ta­ge und Win­ter­fe­ri­en. Gleich­zei­tig ist Win­ter­zeit auch Grip­pe- und Er­käl­tungs­zeit. So kann es durch­aus vor­kom­men, dass ei­ne fie­se Grip­pe die Fe­ri­en- bzw. Fei­er­tags­plä­ne durch­kreuzt. Recht­lich wirft das Zu­sam­men­fal­len von Krank­heit und Fe­ri­en Fra­gen auf, weil das ei­ne das an­de­re aus­schlies­sen kann, aber nicht muss.

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Bewährungsfrist im öffentlichen Arbeitsverhältnis

B

Will ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che Ar­beit­ge­be­rin ih­ren Mit­ar­bei­ter aus Leis­tungs- oder Ver­hal­tens­grün­den ent­las­sen, so muss sie ihm zu­nächst die Mög­lich­keit ein­räu­men sich zu ver­bes­sern, das heisst dem Mit­ar­bei­ter ist ei­ne Be­wäh­rungs­frist ein­zu­räu­men. Vor­ge­setz­te sind nicht zu­letzt we­gen un­zu­rei­chen­der Kennt­nis­se der Ab­läu­fe mit die­sem Vor­ge­hen re­gel­mäs­sig über­for­dert oder ver­hal­ten sich vor oder wäh­rend der Be­wäh­rungs­frist am­bi­va­lent. Dies führt zu un­nö­ti­ger Frus­tra­ti­on bei den Be­tei­lig­ten und zu Pro­zess­ri­si­ken. Bei­des kann deut­lich ver­rin­gert wer­den.

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Wenn sich Arzt und Vertrauensarzt nicht einig sind

W

An die Ar­beits­un­fä­hig­keit schlies­sen ver­schie­de­ne Rechts­fol­gen an. So ist der Lohn trotz feh­len­der Ar­beits­leis­tung ge­schul­det, ei­ne or­dent­li­che Kün­di­gung wäh­rend ei­ner be­stimm­ten Zeit­span­ne ist nach Ab­lauf der Pro­be­zeit nicht mög­lich und im ge­kün­dig­ten Ver­hält­nis ver­län­gert sich un­ter Um­stän­den die Kün­di­gungs­frist. Was aber, wenn der Ar­beit­ge­ber an der Ar­beits­un­fä­hig­keit zwei­felt, bei­spiels­wei­se, weil die­ser just im Zeit­punkt der Kün­di­gung krank wird? In wel­chen Fäl­len kann der Ar­beit­ge­ber den Ar­beit­neh­mer zu ei­nem Ver­trau­ens­arzt schi­cken und was be­deu­tet es, wenn der den Ar­beit­neh­mer be­han­deln­de Arzt und der Ver­trau­ens­arzt zu un­ter­schied­li­chen Er­geb­nis­sen kom­men?

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Wegen Schwangerschaft verweigerte Pensenerhöhung verletzt Gleichstellungsrecht

W

Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer dür­fen ge­mäss Art. 3 des Gleich­stel­lungs­ge­set­zes auf­grund ih­res Ge­schlechts we­der di­rekt noch in­di­rekt be­nach­tei­ligt wer­den. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich hat im Ent­scheid vom 3. Ju­li 2019 fest­ge­hal­ten, dass die Ver­wei­ge­rung ei­ner ge­plan­ten und be­reits ab­ge­mach­ten Er­hö­hung des Be­schäf­ti­gungs­grads, wel­che al­lei­ne mit der Schwan­ger­schaft be­grün­det wird, ei­ne di­rek­te Dis­kri­mi­nie­rung dar­stellt, wel­che be­sei­tigt wer­den muss.

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Privater Lästerchat kein Grund für fristlose Kündigung

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Ein neue­res Ur­teil des Ober­ge­richts Zü­rich be­fasst sich mit ei­ner heik­len Fra­ge im Schnitt­be­reich Ar­beits­recht und Da­ten­schutz. Das Ober­ge­richt be­stä­tigt dar­in ein Ur­teil der Vor­in­stanz, wo­nach die Ver­wer­tung ei­ner pri­va­ten ehr­ver­let­zen­den Chat­kor­re­spon­denz auf dem Ge­schäfts­han­dy ei­ner Mit­ar­bei­te­rin zur Be­grün­dung ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung der­sel­ben un­zu­läs­sig ist.

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Homeoffice — Wann zahlt der Arbeitgeber an die Miete?

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Ho­me­of­fice ge­hört heu­te bei vie­len Ar­beit­neh­mern zum Ar­beits­all­tag. Oft­mals wird an ge­wis­sen Ta­gen zu Hau­se, an an­dern im Bü­ro ge­ar­bei­tet. Die­se ver­gleichs­wei­se neue Ar­beits­form führt zu zahl­rei­chen Rechts­fra­gen im Zu­sam­men­hang mit Ar­beits­ort, Ar­beits­zeit, Da­ten­si­cher­heit, Er­reich­bar­keit und Ent­schä­di­gung für die Nut­zung der In­fra­struk­tur. Das Bun­des­ge­richt hat sich nun in ei­nem Ent­scheid vom April 2019 zur um­strit­te­nen Fra­ge ge­äus­sert, ob sich ein Ar­beit­ge­ber an den Miet­kos­ten ei­nes Ar­beit­neh­mers, wel­cher sei­ne Ar­beit voll­stän­dig von zu Hau­se aus er­le­dig­te, be­tei­li­gen muss. Dies wur­de im Ent­scheid be­jaht.

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Update — Whistleblowergesetz droht der Absturz

U

Im Bei­trag vom 3. März 2019 «Ge­set­zes­vor­la­ge zum Schutz von Whist­leb­lo­wern – ein schwie­ri­ges Un­ter­fan­gen» wur­de in die­sem Blog die Vor­la­ge des Bun­des­ra­tes zum Schutz von Whist­leb­lo­wern vor­ge­stellt. Da­bei wur­de auf ein­zel­ne Schwä­chen hin­ge­wie­sen, aber auch fest­ge­hal­ten, dass die Vor­la­ge die Rechts­si­cher­heit ver­bes­sert. Nun hat der Na­tio­nal­rat die Ge­set­zes­vor­la­ge haus­hoch ab­ge­lehnt. Soll­te der Stän­de­rat gleich ent­schei­den, wird die Vor­la­ge de­fi­ni­tiv ver­senkt, was ei­ne ver­ta­ne Chan­ce wä­re.

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