KategorieÖffentliches Personalrecht

Rechtsmissbräuchliche Berufung auf Widerrechtlichkeit eines öffentlich-rechtlichen Arbeitsvertrags

R

Der Sperr­fris­ten­schutz nach § 20 des Per­so­nal­ge­set­zes des Kan­tons Zü­rich in Ver­bin­dung mit Art. 336c OR fin­det bei Ent­las­sun­gen al­ters­hal­ber kei­ne An­wen­dung, wie das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich in ei­nem neu­en Ent­scheid mit über­zeu­gen­der Be­grün­dung fest­hält. Der Ent­scheid ist auch aus ei­nem an­de­ren Grund le­sens­wert; das Ver­wal­tungs­ge­richt kommt näm­lich zum Schluss, dass ei­nem Ar­beit­neh­mer die Be­ru­fung auf ei­nen wi­der­recht­li­chen Ar­beits­ver­trag nicht zu­steht, wenn die­ser jah­re­lang von den wi­der­recht­li­chen Be­din­gun­gen pro­fi­tiert hat.

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Unberechtigter Abbruch der Bewährungsfrist führt zu missbräuchlicher Kündigung

U

Der Früh­ling stand bis­her ganz im Zei­chen des Co­ro­na­vi­rus. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich hat­te sich aber auch mit an­de­ren The­men zu be­fas­sen und hat am 9. April im Zu­sam­men­hang mit ei­ner miss­bräuch­li­chen Kün­di­gung ei­nen in­ter­es­san­ten Ent­scheid ge­fällt, bei dem die Ar­beit­ge­be­rin wohl die Bei­trä­ge auf dem Per­so­nal­rechts­blog zu den The­men Be­wäh­rungs­frist im öf­fent­li­chen Ar­beits­ver­hält­nis und Ver­meid­ba­re Feh­ler bei Kün­di­gun­gen im öf­fent­li­chen Per­so­nal­recht nicht ge­le­sen und ih­rem An­ge­stell­ten die Be­wäh­rungs­frist un­be­rech­tig­ter­wei­se ge­kürzt und das recht­li­che Ge­hör nur pro for­ma ge­währt hat­te.

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Home-Office und Kinderbetreuung, Anspruch auf Entschädigung

H

Das Co­ro­na­vi­rus (COVID-19) hat un­ser aber auch das Le­ben un­se­rer Kin­der auf den Kopf ge­stellt. Am 14. März 2020 hat der Bun­des­rat die Ein­stel­lung des Prä­senz­un­ter­richts an Schu­len an­ge­ord­net. Was für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler (zu­min­dest) auf den ers­ten Blick ver­lo­ckend schien, stell­te und stellt vie­le El­tern von schul­pflich­ti­gen Kin­dern aber auch Ar­beit­ge­ben­de vor gros­se Pro­ble­me. Was be­deu­tet es für das Ar­beits­ver­hält­nis, wenn El­tern auf­grund ih­rer Be­treu­ungs­pflich­ten nicht mehr zur Ar­beit vor Ort er­schei­nen kön­nen oder die be­tref­fen­de Tä­tig­keit zwar im Home-Of­fice er­le­digt wer­den kann, auf­grund der Be­reu­ungs- und Be­schu­lungs­pflich­ten aber nicht mehr im glei­chen Um­fang oder mit der glei­chen Ef­fi­zi­enz? Der Bun­des­rat hat die­se schwie­ri­ge Si­tua­ti­on er­kannt und die Ver­ord­nung über Mass­nah­men bei Er­werbs­aus­fall im Zu­sam­men­hang mit dem Co­ro­na­vi­rus (nach­fol­gend: CO­VID-19-Ver­ord­nung Er­werbs­aus­fall) er­las­sen. Die­se sieht ei­ne Ent­schä­di­gung für Per­so­nen vor, wel­che ih­re Er­werbs­tä­tig­keit in­fol­ge Aus­falls der Fremd­be­treu­ung der Kin­der un­ter­bre­chen müs­sen. Der nach­fol­gen­de Bei­trag be­leuch­tet die Fra­ge, ob bei Home-Of­fice ein Ent­schä­di­gungs­an­spruch be­steht.

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Kein Raum für Verdachtskündigungen

K

Will ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che Ar­beit­ge­be­rin ein Ar­beits­ver­hält­nis auf­lö­sen, muss sie den Sach­ver­halt, auf wel­chen sie sich hier­bei stützt, un­ter­sucht ha­ben. Wel­che An­for­de­run­gen an das Vor­ge­hen der Ar­beit­ge­be­rin ge­stellt wer­den, hat das Ver­wal­tungs­ge­richt in ei­nem neu­en Ent­scheid an­schau­lich dar­ge­legt. (mehr …)

Fristlose Kündigung wegen Unterschriftenfälschung

F

Die Hür­den für ei­ne frist­lo­se Kün­di­gung durch die Ar­beit­ge­be­rin sind be­kannt­lich hoch. Das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich hat die­se in ei­nem ak­tu­el­len Fall, in dem der Ar­beit­neh­mer zu­ge­ge­ben hat­te, die Zweit­un­ter­schrift auf dem Spe­sen­for­mu­lar ge­fälscht zu ha­ben, als er­füllt er­ach­tet und die frist­lo­se Kün­di­gung ge­schützt (Ur­teil vom 11. De­zem­ber 2019, VB.2019.00504).

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Der Entscheid «Ritzmann» und seine Bedeutung für die Praxis

D

Der Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts Zü­rich VB.2019.00174 vom 14. No­vem­ber 2019 be­tref­fend die Auf­lö­sung des An­stel­lungs­ver­hält­nis­ses der Uni­ver­si­tät Zü­rich mit Iris Ritz­mann lässt auf­hor­chen. Das Ver­wal­tungs­ge­richt kommt dar­in zum Schluss, dass die von der UZH aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung als gänz­lich un­mo­ti­viert und will­kür­lich er­schei­ne, wes­halb die Kün­di­gung nich­tig sei. Hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich da­mit ei­ne neue Rechts­fol­ge für un­ge­recht­fer­tig­te Kün­di­gun­gen ein­ge­führt?

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Eine Schlechterfüllung von Nebenaufgaben rechtfertigt eine Kündigung unter Umständen nicht

E

Vor kur­zem hat sich das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kan­tons Zü­rich wie­der ein­mal ein­ge­hend mit der Kün­di­gung auf­grund man­geln­der Leis­tung oder un­be­frie­di­gen­den Ver­hal­tens be­fasst. Der Ent­scheid zeigt deut­lich, wie wich­tig die Do­ku­men­ta­ti­on der ge­rüg­ten Män­gel ist. Fer­ner kön­nen dem Ent­scheid die grund­le­gen­den Leit­li­ni­en für ei­ne Kün­di­gung auf­grund man­geln­der Leis­tun­gen oder un­be­frie­di­gen­den Ver­hal­tens ent­nom­men wer­den. Der Ent­scheid ver­an­schau­licht aber auch die Not­wen­dig­keit ei­ner In­ter­es­sen­ab­wä­gung im Ein­zel­fall.

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Der ferienfähige Kranke

D

Mit den kür­zer wer­den­den Ta­gen wächst die Vor­freu­de auf die Fest­ta­ge und Win­ter­fe­ri­en. Gleich­zei­tig ist Win­ter­zeit auch Grip­pe- und Er­käl­tungs­zeit. So kann es durch­aus vor­kom­men, dass ei­ne fie­se Grip­pe die Fe­ri­en- bzw. Fei­er­tags­plä­ne durch­kreuzt. Recht­lich wirft das Zu­sam­men­fal­len von Krank­heit und Fe­ri­en Fra­gen auf, weil das ei­ne das an­de­re aus­schlies­sen kann, aber nicht muss.

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Bewährungsfrist im öffentlichen Arbeitsverhältnis

B

Will ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che Ar­beit­ge­be­rin ih­ren Mit­ar­bei­ter aus Leis­tungs- oder Ver­hal­tens­grün­den ent­las­sen, so muss sie ihm zu­nächst die Mög­lich­keit ein­räu­men sich zu ver­bes­sern, das heisst dem Mit­ar­bei­ter ist ei­ne Be­wäh­rungs­frist ein­zu­räu­men. Vor­ge­setz­te sind nicht zu­letzt we­gen un­zu­rei­chen­der Kennt­nis­se der Ab­läu­fe mit die­sem Vor­ge­hen re­gel­mäs­sig über­for­dert oder ver­hal­ten sich vor oder wäh­rend der Be­wäh­rungs­frist am­bi­va­lent. Dies führt zu un­nö­ti­ger Frus­tra­ti­on bei den Be­tei­lig­ten und zu Pro­zess­ri­si­ken. Bei­des kann deut­lich ver­rin­gert wer­den.

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Wegen Schwangerschaft verweigerte Pensenerhöhung verletzt Gleichstellungsrecht

W

Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer dür­fen ge­mäss Art. 3 des Gleich­stel­lungs­ge­set­zes auf­grund ih­res Ge­schlechts we­der di­rekt noch in­di­rekt be­nach­tei­ligt wer­den. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Zü­rich hat im Ent­scheid vom 3. Ju­li 2019 fest­ge­hal­ten, dass die Ver­wei­ge­rung ei­ner ge­plan­ten und be­reits ab­ge­mach­ten Er­hö­hung des Be­schäf­ti­gungs­grads, wel­che al­lei­ne mit der Schwan­ger­schaft be­grün­det wird, ei­ne di­rek­te Dis­kri­mi­nie­rung dar­stellt, wel­che be­sei­tigt wer­den muss.

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